Persönlichkeiten

1285

Die Großfamilie Strachwitz war urkundlich seit 1285 in Schlesien ansässig.

Persönllichkeiten

grammy

Grammy zeichnet Chris Strachwitz aus

Chris Strachwitz (Christian Graf Strachwitz a.d.H. Groß-Reichenau) wird in diesem Jahr mit einem Trustees Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Dies gab die amerikanische Recording Academy, die die Grammy Awards vergibt, am 13. Januar 2016 bekannt. Die besondere Auszeichnung wird durch Beschluß des Vorstands der Recording Academy an Persönlichkeiten verliehen, die in ihrer musikalischen Karriere einen wesentlichen Beitrag zur Aufnahme von Musik geleistet haben. In der Würdigung heißt es:

Chris Strachwitz has made his living celebrating the music he loves – music that forms the fabric of both American and international culture.  He is the founder of Arhoolie Records and produces much of the content he releases. To blues fans he is a legend, releasing seminal works by Mississippi Fred McDowell, Mance Lipscomb, Charlie Musselwhite, Rebirth Brass Band, Big Joe Williams, Big Mama Thornton, Lightnin' Hopkins, Earl Hooker, and Elizabeth Cotten, and many others. Strachwitz also produces Cajun music, highlighted by his releases by Clifton Chenier, and also focused on Mexican recordings, especially Norteño music.

Mit ihm erhalten in diesem Jahr John Cage (posthum) und Fred Foster diese Auszeichnung, die in der Vergangenheit u.a. an Bela Bartok, die Beatles, Walt Disney, George Gershwin und Krzysztof Penderecki verliehen worden war.

Die vollständige Presseerklärung findet sich hier: https://www.grammy.org/files/press-release/pdf/2016smarelease_final.pdf

 

THIS AIN'T NO MOUSE MUSIC! (Website)

The Story of Chris Strachwitz and Arhoolie Records

Feature-length Documentary by Chris Simon and Maureen Gosling

“Smokin’ hot!” —Radio One, New Zealand

“One of the best music documentaries around...This film puts the heart and soul back into music and opens your mind to incredible artists you may never have heard of.” —The Film Reel, Toronto

Chris Strachwitz is a detective of sounds, an archaeologist of the deep American music, music with roots that strike straight into the country’s heartland. He is the guiding force behind the legendary Arhoolie Records, producing albums that the Rolling Stones and many others played the grooves right off of. Since 1960, Strachwitz has been recording the authentic pulses of the great American music, throbbing away in the backwoods of the nation. His label offers an unparalleled catalogue of blues, Cajun, wild Hillbilly country, Tex-Mex and New Orleans R&B. These diverse musical strands seem to have grown right out of the ground they are played on. With tape-recorder in hand, Strachwitz traveled to plantations and prisons, roadhouses and whorehouses, churches and bayou juke joints. He returned with recordings that would revolutionize the sound of popular music.

In This Ain't No Mouse Music!, their vivid portrait of an obsessive sonic sleuth, filmmakers Chris Simon and Maureen Gosling take a hip-shaking stroll from New Orleans to Appalachia and right into very the DNA of rock’n’roll. In this beautifully shot film, we come face to face with the creators of indigenous music, from the great Clifton Chenier to fiddler Michael Doucet, from Flaco Jimenez to the Pine Leaf Boys, playing songs that are endemic to their place and circumstance, to dialect and class, to climate and landscape. Their music is now highly endangered by the merciless steamroller of pop culture, assimilation and commercialism, which makes Strachwitz's desperate pursuit to track down every last artist all the more urgent. But these songs aren’t meant to be locked away in a Smithsonian vault to be decoded by folklorists and musical anthropologists. This film is a living cultural history with a soundtrack that bites and kicks and screams. Even 50 years later, Arhoolie’s records remain alive, unruly and still so sharp that some songs can cut you right down to the soul. 

—Jeffrey St. Clair, Author Born Under a Bad Sky

Drensteinfurt (Loretokapelle), Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen:
 
 
In der historischen Leprosenkapelle im Norden Drensteinfurts wird durch eine Relieftafel an Freiherr von Strachwitz und Groß - Zauche erinnert. Die 1958 erstellte Tafel wurde von seinen Familienangehörigen, den Eigentümern des Anwesens, auf dem die Loretokapelle steht, dort angebracht.
 

Name des Gefallenen:

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Einheit

Bemerkungen

Generalleutnant

STRACHWITZ und GROß-ZAUCHE

Mauritz, Freiherr von

12.12.1898 in Bruschewitz, Kreis Trebnitz, Schlesien

10.12.1953, Lager Asbest, Swerdlowsk, Udssr

Kommandeur der 87. Infanteriedivision in Kurland

Ritterkreuzträger 09.01.1945; gestorben in russischer Gefangenschaft

 

Datum der Abschrift: März 2007

Moritz Karl Wilhelm Graf Strachwitz, Lithographie von Josef Kriehuber, 1841

Moritz Karl Wilhelm Graf von Strachwitz (* 13. März 1822 in Peterwitz bei Frankenstein, Schlesien; † 11. Dezember 1847 in Wien) war ein bekannter Balladendichter, der im Tunnel über der Spree ein Vorbild für Theodor Fontanes Balladendichtungen war.

 

 

Leben

Er entstammte einer schlesischen Adelsfamilie, studierte Jura in Breslau und Berlin. Seit 1845 war er Mitglied des Corps Silesia Breslau. Nach dem Studium leistete er sein Referendariat beim Kreisgericht Grottkau ab. Danach ging er auf Reisen nach Schweden, Norwegen und Dänemark. Daraufhin kehrte er zunächst auf sein Gut Peterwitz zurück, siedelte dann aber auf sein mährisches Gut Schebetau über. Auf einer Italienreise erkrankte er in Venedig und starb kurz vor seiner Rückkehr in Wien.
Viele seiner Gedichte wurden vertont, unter anderem von Robert Schumann, Carl Loewe und Johannes Brahms. Besonders bekannt waren unter anderem „Das Lied vom falschen Grafen“ und „Hie Welf!“.
Von seinem Zeitgenossen Ludwig Fränkel wurde er in der „Allgemeinen deutschen Biographie“ wie folgt charakterisiert: „In dem aufreibenden Leben der Großstädte hatte sich seiner eine gewisse Unruhe bemächtigt, […] nie wieder kam er zur rechten Ruhe, zur Freude am Leben, zur Befriedigung mit seinem Schaffen und sich selbst, zur Erkenntnis seines Berufes“ und „Er war eine kühne, in den demoralisierenden Wandelgängen der großen Welt naiv gebliebene Natur.“
Sein bekanntestes Gedicht ist „Das Herz von Douglas“, aus dem noch gelegentlich zitiert wird:

Sie ritten vierzig Meilen fast
und sprachen Worte nicht vier

und:

kurz ist die schottische Geduld
und lang ein schottisch Schwert!

 

Werke

  • Lieder eines Erwachenden, 1842
  • Neue Gedichte, 1848 (Gedichte aus dem Nachlass) (GBS)
  • Gedichte, Breslau 1850 (Gesamtausgabe)

 

Literatur

  • Ludwig Julius Fränkel: Strachwitz, Moritz Graf von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 36, Duncker & Humblot, Leipzig 1893, S. 480–483.
  • Gertrud Fischer: Der Verfall des Gehalts der heldischen Ballade von Strachwitz und Fontane bis zu den Epigonen (1840–1880). München 1956 (München, Univ., Diss. phil.).
  • Hanns Gottschalk: Strachwitz und die Entwicklung der heldischen Ballade. Triltsch, Würzburg 1940 (Zugleich: Breslau, Univ., Diss. phil., 1940).
  • Alwin Kurt Theodor Tielo (d. i.: Kurt Mickoleit): Die Dichtung des Grafen Moritz von Strachwitz. Duncker, Berlin 1902 (Forschungen zur neueren Litteraturgeschichte 20), (Auch reprographischer Druck: Gerstenberg, Hildesheim 1977, ISBN 3-8067-0610-7).
 
 

Johann Moritz von Strachwitz (* 3. Februar 1721; † 28. Januar 1781) war Apostolischer Vikar und Weihbischof von Breslau.

Leben

Seine Eltern waren Johann Friedrich von Strachwitz, Erbherr von Czieschowa, General der Kavallerie und Sophie Elisabeth, geb. Freiin von Frankenberg. Er studierte in Breslau und anschließend in Rom, wo er zum Priester geweiht wurde und den theologischen Doktorgrad erwarb.

Nachdem er seit 1743 Kanoniker in Breslau war, kehrte er 1744 nach Schlesien zurück und wurde Pfarrer in Namslau, 1848 Pfarrer und Erzpfarrer in Patschkau und Breslauer Dechant. Später wurde er nacheinander Assessor des Generalvikars von Frankenberg, des Konsistoriums und des bischöflichen Hofrichteramtes. Papst Clemens XIII. ernannte ihn 1761 zum Weihbischof von Breslau, wo er von 1763 bis 1766 auch Generalvikar war.

Nachdem Fürstbischof Philipp Gotthard von Schaffgotsch Breslau wegen des Siebenjährigen Krieges verlassen hatte und im österreichischen Teil der Diözese residierte, wurde Strachwitz 1766 mit Zustimmung des preußischen Königs Friedrich II. vom Papst zum apostolischen Vikar des preußischen Teils der Breslauer Diözese ernannt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tode aus.

In seine Amtszeit fiel die verwaltungsmäßige Umstruktierung Schlesiens, die durch den endgültigen Übergang an Preußen erforderlich geworden war.

Literatur 

  • Claudia A. Zonta: Schlesische Studenten an italienischen Universitäten. Köln 2004, ISBN 3-412-12404-4 (S. 417)

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