Persönlichkeiten

1285

Die Großfamilie Strachwitz war urkundlich seit 1285 in Schlesien ansässig.

Artikel über Strachwitze

Drensteinfurt (Loretokapelle), Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen:
 
 
In der historischen Leprosenkapelle im Norden Drensteinfurts wird durch eine Relieftafel an Freiherr von Strachwitz und Groß - Zauche erinnert. Die 1958 erstellte Tafel wurde von seinen Familienangehörigen, den Eigentümern des Anwesens, auf dem die Loretokapelle steht, dort angebracht.
 

Name des Gefallenen:

Dienstgrad

Name

Vorname

Geburtsdatum & Ort

Todesdatum & Ort

Einheit

Bemerkungen

Generalleutnant

STRACHWITZ und GROß-ZAUCHE

Mauritz, Freiherr von

12.12.1898 in Bruschewitz, Kreis Trebnitz, Schlesien

10.12.1953, Lager Asbest, Swerdlowsk, Udssr

Kommandeur der 87. Infanteriedivision in Kurland

Ritterkreuzträger 09.01.1945; gestorben in russischer Gefangenschaft

 

Datum der Abschrift: März 2007

Johann Moritz von Strachwitz (* 3. Februar 1721; † 28. Januar 1781) war Apostolischer Vikar und Weihbischof von Breslau.

Leben

Seine Eltern waren Johann Friedrich von Strachwitz, Erbherr von Czieschowa, General der Kavallerie und Sophie Elisabeth, geb. Freiin von Frankenberg. Er studierte in Breslau und anschließend in Rom, wo er zum Priester geweiht wurde und den theologischen Doktorgrad erwarb.

Nachdem er seit 1743 Kanoniker in Breslau war, kehrte er 1744 nach Schlesien zurück und wurde Pfarrer in Namslau, 1848 Pfarrer und Erzpfarrer in Patschkau und Breslauer Dechant. Später wurde er nacheinander Assessor des Generalvikars von Frankenberg, des Konsistoriums und des bischöflichen Hofrichteramtes. Papst Clemens XIII. ernannte ihn 1761 zum Weihbischof von Breslau, wo er von 1763 bis 1766 auch Generalvikar war.

Nachdem Fürstbischof Philipp Gotthard von Schaffgotsch Breslau wegen des Siebenjährigen Krieges verlassen hatte und im österreichischen Teil der Diözese residierte, wurde Strachwitz 1766 mit Zustimmung des preußischen Königs Friedrich II. vom Papst zum apostolischen Vikar des preußischen Teils der Breslauer Diözese ernannt. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tode aus.

In seine Amtszeit fiel die verwaltungsmäßige Umstruktierung Schlesiens, die durch den endgültigen Übergang an Preußen erforderlich geworden war.

Literatur 

  • Claudia A. Zonta: Schlesische Studenten an italienischen Universitäten. Köln 2004, ISBN 3-412-12404-4 (S. 417)