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Geschrieben von Alexander Mauritz Kurt Otto Frhr. v. Strachwitz un   
Sonntag, 17. April 2005

Gebet auf den Wassern

Die Nacht ist hehr und heiter,
    Das Land ist weit, wie weit!
Es ruht das Meer in breiter
    Smaragdener Herrlichkeit.

Mir ist zu Mut, als schliefe
    Der Woge Grimm und Macht,
Und schwebte über der Tiefe
    Der Herr durch die heilige Nacht.

Mir ist, als müßt' ich zur Stunde
    Hinsinken tief und jäh
Zum grünsten Meeresgrunde,
    O Herr, vor deiner Näh'!

Mir ist, als müßte hoch über
    Mir ruhn die feuchte Gruft,
Und dieses Lied darüber
    Wehen als Morgenluft.

 
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