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Geschrieben von Alexander Mauritz Kurt Otto Frhr. v. Strachwitz un   
Sonntag, 17. April 2005

Reiterlied.

Den letzten Kuß, den letzten Schluck!
ich bleibe dir keines schuldig;
es schmachtet nach dem Schenkeldruck
mein Rößlein ungeduldig.

Der linke Fuß im Bügel wiegt,
der rechte steht im Grase,
die linke Faust im Zügel liegt,
die rechte liegt am Glase.

Er sah das Blut der Trauben an
und stürzt' es wild hinunter,
der Hengst, der hub zu schnauben an,
der Säbel klirrte munter.

Er hob sie empor und herzte die Dirn'
und hob und herzte sie wieder,
es wogt auf des Mädchens weiße Stirn
der weiße Helmbusch nieder.

Und wird man mich bringen, stumm und blaß,
und tät' man mich erschießen,
so sollst du mir ein volles Glas
auf die blutigen Lippen gießen.

Und sollst deinen Mund mit heißem Druck
auf meinen pressen geduldig;
den letzten Kuß, den letzten Schluck!
Dann bleib' ich dir beides schuldig.

Den letzten Kuß, den letzten Schluck!
Wir müssen uns endlich trennen;
der Hengst bekam den Schenkeldruck
und streckte sich aus zum Rennen.

 
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